Mit den bekannten Bruch- und Faltenachsen-Daten sind die Voraussetzungen,
um Profilspuren zu legen, gegeben. Wir haben gesehen, dass die Faltenachsen
beträchtlichen Schwankungen unterworfen sind. Da dies Projektionen
über grössere Distanzen erschwert, ja gar verunmöglicht,
haben wir uns entschieden, das Seeztal-Profil
durch Tschuggen und Gonzen, in einzelne Teilprofile aufzugliedern und diese
kulissenartig untereinander aneinanderzufügen. Da glücklicherweise
die grossen, steilstehenden Brüche annähernd senkrecht zu den
Faltenachsen liegen, lassen sich die meisten Profilspuren zwischen ihnen
platzieren, ohne sie gross zu schneiden. So haben wir nicht nur fehlerbehaftete,
längere Projektionen umgangen, sondern auch Einflüsse der Brüche
zu vermeiden versucht, deren Versätze nur ungenau bekannt sind. Die
Profile wurden vertikal angelegt, da so einfacher konstruiert werden konnte
und sie von den steilstehenden, grossen Brüchen weniger tangiert wurden.
Um trotzdem Profile zu erhalten, welche, so weit als möglich, senkrecht
zu den Faltenachsen liegenden Schnitten entsprechen, wurden die Profile
entsprechend ihrer durchschnittlichen Faltenachsen gestaucht. Das Seeztal-Profil
besitzt noch 89% der ursprünglichen Höhe, was einer durchschnittlichen
Faltenachse von 27° einfallen entspricht. So können an den meisten
Stellen im Profil die Schichtmächtigkeiten herausgemessen werden. Vorsicht
ist nur dort geboten, wo die Faltenachsen stark von der durchschnittlichen
Faltenachse von 63/27° abweichen. Dies gilt insbesondere für die
Bleichi-Falte. Das Seeztal-Profil ist nicht
als eigendlicher Schnitt zu verstehen, sondern zeigt als kulissenartiges
Profil vielmehr die typischen Strukturen in unserem Gebiet auf.
Daneben wurden 5 kürzere Bergwerksprofile
erstellt, die den axialen Verlauf der Gonzen-Antiklinalen und der Ghudlet
Gonzen-Synklinalen aufzeigen und die sich in erster Linie auf die im Bergwerk
gewonnenen Daten der Erzschicht stützen. Ein Schnitt durch die Schollberg-Schuppe
wurde als Fortsetzung des 5.
Bergwerks-Profils dargestellt und befindet sich daher in demselben Kapitel,
auch wenn sie in diesem Kapitel behandelt wird. Des weiteren wurde ein Profil
durch Ellhorn und Ellstein erstellt, welches als eine durch die Rheinebene
getrennte Fortsetzung des Profils durch den Schollberg verstanden werden
kann. Dieses Profil wurde auf 95% der ursprünglichen Höhe gestaucht,
um der mit 18° einfallenden Faltenachse gerecht zu werden.
| Lage der Profilspuren und der wichstigsten Brüche |
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Bergwerks-Profil 1
| Bergwerks-Profil 2
| Bergwerks-Profil 3
| Bergwerks-Profil 4
| Bergwerks-Profil 5 mit Schollberg (Maziferchopf)
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Diplom - Sargans
Geologie
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